172.011.14
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 1997 Nr. 97 ausgegeben am 23. April 1997
Verordnung
vom 15. April 1997
über die Delegation von Geschäften nach dem Gesetz über den Erwerb und Verlust des Landesbürgerrechts, dem Wappengesetz, dem Gesetz betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten und dem Personen- und Gesellschaftsrecht
Aufgrund von § 22a des Gesetzes vom 4. Januar 1934 über den Erwerb und Verlust des Landesbürgerrechts, LGBl. 1960 Nr. 23, in der Fassung des Gesetzes vom 16. Dezember 1994, LGBl. 1995 Nr. 12, und von Art. 22a des Gesetzes vom 30. Juni 1982 über Wappen, Farben, Siegel und Embleme des Fürstentums Liechtenstein (Wappengesetz), LGBl. 1982 Nr. 58, in der Fassung des Gesetzes vom 16. Dezember 1994, LGBl. 1995 Nr. 11, und von Art. 91a des Gesetzes vom 17. Juli 1973 betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten, LGBl. 1973 Nr. 50, in der Fassung des Gesetzes vom 16. Dezember 1994, LGBl. 1995 Nr. 13, sowie von Art. 49a und Art. 105b des Personen- und Gesellschaftsrechts vom 20. Januar 1926, LGBl. 1926 Nr. 4, in der Fassung des Gesetzes vom 16. Dezember 1994, LGBl. 1995 Nr. 25, verordnet die Regierung:
Art. 1
Gesetz über den Erwerb und Verlust des Landesbürgerrechts
Folgende gemäss Gesetz über den Erwerb und Verlust des Landesbürgerrechts der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an die Regierungskanzlei zur selbständigen Erledigung übertragen:
a) Überprüfung des Antrages und Zustellung an die Gemeinde gemäss
§ 5 Abs. 6; Überprüfung des Antrages, Zustellung an die Gemeinde und Bestätigung der Zusicherung des Landes- und Gemeindebürgerrechts gemäss § 5a Abs. 6.
b) Überprüfung des Aufnahmegesuches, Einholung von Auskünften und Antragstellung an den Landesfürsten gemäss § 12 Abs. 1.
Art. 2
Wappengesetz
Die in Art. 17 Abs. 2 und 3, Art. 21 Abs. 1, 2 und 4 sowie Art. 22 des Wappengesetzes der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an die Regierungskanzlei zur selbständigen Erledigung übertragen.
Art. 3
Gesetz betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten
Die in Art. 24, 26, 32, 42, 44, 45 und 47 des Gesetzes betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an die Regierungskanzlei zur selbständigen Erledigung übertragen.
Art. 4
Personen- und Gesellschaftsrecht
1) Die in Art. 76, 77, 87, 89, 93, 101, 103 und 1013 des Personen- und Gesellschaftsrechts der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an die Regierungskanzlei zur selbständigen Erledigung übertragen.
2) Die in Art. 180a des Personen- und Gesellschaftsrechts der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an den für das Ressort Präsidium zuständigen Ressortsekretär zur selbständigen Erledigung übertragen.
3) Die in Art. 46, 47, 49 und 88 des Personen- und Gesellschaftsrechts der Regierung zugewiesenen Geschäfte werden an das Zivilstandsamt zur selbständigen Erledigung übertragen.
Art. 5
Aufhebung bisherigen Rechts
Es werden aufgehoben:
a) Verordnung vom 28. März 1995 über die Delegation von Geschäften nach dem Gesetz über den Erwerb und Verlust des Landesbürgerrechts, LGBl. 1995 Nr. 52;
b) Verordnung vom 28. März 1995 über die Delegation von Geschäften nach dem Wappengesetz, LGBl. 1995 Nr. 53;
c) Verordnung vom 28. März 1995 über die Delegation von Geschäften nach dem Gesetz betreffend die Ausübung der politischen Volksrechte in Landesangelegenheiten, LGBl. 1995 Nr. 54;
d) Verordnung vom 11. April 1995 über die Delegation von Geschäften nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht, LGBl. 1995 Nr. 122.
Art. 6
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 14. April 1997 in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Mario Frick

Fürstlicher Regierungschef