| 411.014 |
| Liechtensteinisches Landesgesetzblatt |
| Jahrgang 2000 |
Nr. 90 |
ausgegeben am 16. Mai 2000 |
Verordnung
vom 25. April 2000
über die Subvention von Privatschulen
Aufgrund von Art. 129 Abs. 1 Bst. b, Art. 130 Abs. 2 und Art. 131 des Schulgesetzes vom 15. Dezember 1971, LGBl. 1972 Nr. 7, in der Fassung des Gesetzes vom 15. Dezember 1999, LGBl. 2000 Nr. 35, verordnet die Regierung:
Art. 1
Beiträge bei inländischem Wohnsitz
1) Die Beiträge gemäss Art. 130 Abs. 2 des Schulgesetzes betragen je Semester und Schüler bzw. Schülerin mit inländischem Wohnsitz:
a) Kindergartenstufe: 425 Franken;
b) Primarschulstufe (Schulstufen 1 bis 5): 1 000 Franken;
c) Sekundarstufe (Schulstufen 6 bis 9): 2 000 Franken.
2) Diese Beitragssätze werden periodisch entsprechend der Entwicklung der Personalkosten, die dem Staat bei den öffentlichen Schulen pro Schüler und Schuljahr tatsächlich anfallen, angepasst (Art. 130 Abs. 4 des Schulgesetzes).
Art. 2
Beiträge bei ausländischem Wohnsitz
Die Beitragssätze gemäss Art. 130 Abs. 2 des Schulgesetzes betragen je Schüler bzw. Schülerin mit ausländischem Wohnsitz:
a) Tagesschule formatio (Trägerschaft "Stiftung Neues Lernen"): 35 %;
b) Liechtensteinische Waldorfschule (Trägerschaft "Vereinigung Liechtensteinische Waldorfschule"): 35 %.
Art. 3
Anforderungen an das Gesuch
1) Die Ausrichtung der Beiträge erfolgt halbjährlich auf Gesuch hin (Art. 129 Abs. 1 Schulgesetz).
2) Dem Gesuch ist eine Schülerliste (Stand 1. März bzw. 1. Oktober) beizulegen.
3) Die Schülerliste hat folgende Angaben aufzuweisen:
a) Name, Vorname, Geburtsdatum, Schulstufe, Wohnadresse des Schülers bzw. der Schülerin;
b) Name, Adresse und Telefonnummer der Erziehungsberechtigten.
Art. 4
Vollzugsbehörde
Dem Schulamt obliegt der Vollzug dieser Verordnung.
Art. 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage der Kundmachung in Kraft.
Fürstliche Regierung:
gez. Dr. Mario Frick
Fürstlicher Regierungschef