0.814.325
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2008 Nr. 165 ausgegeben am 4. Juli 2008
Kundmachung
vom 24. Juni 2008
der Abänderung des Protokolls zu dem Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung betreffend die weitere Verringerung von Schwefelemissionen
Gestützt auf Art. 3 Bst. c und Art. 10 Abs. 1 des Kundmachungsgesetzes vom 17. April 1985, LGBl. 1985 Nr. 41, macht die Regierung im Anhang die Abänderung des Anhangs II des Protokolls vom 14. Juni 1994 zu dem Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung betreffend die weitere Verringerung von Schwefelemissionen, LGBl. 1998 Nr. 21, kund.
Die Abänderung des Protokolls ist am 29. Mai 2008 in Kraft getreten.

Fürstliche Regierung:

gez. Otmar Hasler

Fürstlicher Regierungschef
Anhang
Der bisherige Anhang II des Protokolls wird durch nachfolgenden Anhang II ersetzt:
Anhang II
Höchstmengen der Schwefelemissionen und
Emissionsverringerungen in vom Hundert
Die in der Tabelle unten aufgeführten Obergrenzen für Schwefelemissionen stellen die in Art. 2 Abs. 2 und 3 dieses Protokolls enthaltenen Verpflichtungen dar. Die aufgeführten Emissionswerte für 1980 und 1990 sowie die Emissionsverringerungen in v.H. dienen lediglich Informationszwecken.
Emissionswerte
kt SO2 pro Jahr
Obergrenzen für Schwefelemissionen1) kt SO2 pro Jahr
Emissionsverringerung in v.H.
(Basisjahr 19802))
 
1980
1990
2000
2005
2010
2000
2005
2010
Belarus
740
-
456
400
370
38
46
50
Belgien
828
443
248
232
215
70
72
74
Bulgarien
2050
2020
1374
1230
1127
33
40
45
Dänemark
451
180
90
-
-
80
-
-
Deutschland
7494
5803
1300
990
-
83
87
-
Finnland
584
260
116
-
-
80
-
-
Frankreich
3348
1202
868
770
737
74
77
78
Griechenland
400
510
595
580
570
0
3
4
Irland
222
168
155
-
-
30
-
-
Italien
3800
-
1330
1042
-
65
73
-
Kanada - national
4614
3700
3200
-
-
30
-
-
- SOMA
3245
-
1750
-
-
46
-
-
Kroatien
150
160
133
125
117
11
17
22
Liechtenstein
0.4
0.1
0.1
-
-
74
-
-
Litauen6)
311
222
   
145
   
35
Luxemburg
24
-
10
-
-
58
-
-
Niederlande
466
207
106
-
-
77
-
-
Norwegen
142
54
34
-
-
76
-
-
Monaco4)
0.08
0.07
0.07
0.05
0.04
13
38
50
Österreich
397
90
78
-
-
80
-
-
Polen
4100
3210
2583
2173
1397
37
47
66
Portugal
266
284
304
294
-
0
3
-
Russische Föderation3)
7161
4460
4440
4297
4297
38
40
40
Schweden
507
130
100
-
-
80
-
-
Schweiz
126
62
60
-
-
52
-
-
Slowakei
843
539
337
295
240
60
65
72
Slowenien
235
195
130
94
71
45
60
56
Spanien
3319
2316
2143
-
-
35
-
-
Tschechien
2257
1876
1128
902
632
50
60
72
Ukraine
3850
-
2310
-
-
40
-
-
Ungarn
1632
1010
898
816
653
45
50
60
Vereinigtes Königreich
4898
3780
2449
1470
980
50
70
80
Europäische Gemeinschaft
25513
-
9598
-
-
62
-
-
Zypern5)
28
46
53
48
39
0
9
26
Anmerkungen:
1. Stellt eine Vertragspartei vor dem Jahr 2005 zu einem Zeitpunkt fest, dass sie wegen eines besonders harten Winters, eines besonders trockenen Sommers oder eines unvorhergesehenen kurzfristigen Kapazitätsverlustes im Energieversorgungssystem im Inland oder in einem Nachbarstaat nicht in der Lage ist, ihren Verpflichtungen aus diesem Anhang nachzukommen, so kann sie diese erfüllen, indem sie den Durchschnittswert ihrer jährlichen Schwefelemissionen in dem betreffenden Jahr, dem Vorjahr und dem folgenden Jahr ermittelt; jedoch darf der Emissionswert in einem einzigen Jahr die Obergrenze für Schwefelemissionen um nicht mehr als 20 v.H. übersteigen.
Dem Durchführungsausschuss sind die Gründe für die Überschreitung in einem bestimmten Jahr sowie die Methode der Ermittlung des Durchschnittwerts für die 3 Jahre zu melden.
2. Bei Griechenland, Zypern und Portugal stützen sich die angegebenen Vom-Hundert-Sätze der Emissionsverringerung auf die für das Jahr 2000 berechneten Obergrenzen.
3. Europäischer Teil innerhalb des Anwendungsgebietes des EMEP.
4. Die Werte von Monaco wurden anlässlich der 19. Sitzung des Exekutivorgans angenommen.
5. Die Werte von Zypern wurden anlässlich der 22. Sitzung des Exekutivorgans angenommen.
6. Die Werte von Litauen wurden anlässlich der 25. Sitzung des Exekutivorgans angenommen.