411.451
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2008 Nr. 179 ausgegeben am 18. Juli 2008
Verordnung
vom 15. Juli 2008
betreffend die Abänderung der Verordnung über den Lehrplan, die Promotion und die Matura auf der Oberstufe des Liechtensteinischen Gymnasiums
Aufgrund von Art. 8, 9, 58 und 102 des Schulgesetzes vom 15. Dezember 1971, LGBl. 1972 Nr. 7, in der geltenden Fassung, verordnet die Regierung:
I.
Abänderung bisherigen Rechts
Die Verordnung vom 14. August 2001 über den Lehrplan, die Promotion und die Matura auf der Oberstufe des Liechtensteinischen Gymnasiums, LGBl. 2001 Nr. 139, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Art. 21
Promotionsfächer
Alle Fächer, in welchen Noten zu erteilen sind, gelten als Promotionsfächer. Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik sowie die Profil- und Grundlagenfächer gemäss Anhang werden doppelt gezählt.
Art. 33 Abs. 2
Aufgehoben
Art. 45 Abs. 1a
Aufgehoben
Art. 46 Abs. 2
2) In Fächern mit mündlicher und schriftlicher Prüfung ist die Prüfungsnote das ungerundete Mittel der beiden Noten; in Fächern mit nur einer Prüfung ist die erteilte Note zugleich die Prüfungsnote.
Art. 47 Abs. 2
2) Ergibt das Mittel aus der Erfahrungs- und der Prüfungsnote eine Viertelnote, hat die Maturakommission nach Anhörung der beteiligten Lehrpersonen eine Auf- oder Abrundung nach der nächsten ganzen oder halben Zahl vorzunehmen.
Art. 48 Abs. 2 und 3
2) Die Bedingungen sind erfüllt, wenn:
a) der ungerundete Durchschnitt der Maturanoten in den für die Maturität massgeblichen Fächern und Kursen (Art. 33) mindestens 4.0 beträgt; und
b) höchstens 2.5 Minuspunkte vorliegen, die Zahl der ungenügenden Maturanoten jedoch vier nicht übersteigt.
3) Bei der Ermittlung des Notendurchschnitts nach Abs. 2 Bst. a sind die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik sowie die Profil- und Grundlagenfächer gemäss Anhang doppelt zu zählen.
Art. 49 Abs. 3
3) Im Maturazeugnis können nach dem von der Lehrerkonferenz zu erlassenden Reglement (Art. 32 Abs. 4) Prädikate für die Facharbeiten angeführt werden.
Art. 53 Bst. g
Die Maturakommission hat folgende Aufgaben:
g) sie entscheidet, ob Viertelnoten als Mittel aus Erfahrungs- und Prüfungsnote auf oder abzurunden sind (Art. 47 Abs. 2) und ob die Bedingungen für die Verleihung des Maturazeugnisses erfüllt sind (Art. 48).
Anhang
Der bisherige Anhang wird durch nachfolgenden Anhang ersetzt:
Anhang
Lektionentafel für das Profil Lingua
Fächer
Anzahl Wochenlektionen in den jeweiligen Stufen
 
4.
5.
6.
7.
Grundlagenfächer
       
Deutsch
4
3
3
4
Englisch
3
3
3
3
Französisch
3
3
3
3
Mathematik
4
3
4
3
Physik
0
2
2
2
Biologie
2
2
2
0
Chemie
0
2
2
0
Geografie
2
2
0
2
Wirtschaft/Recht
0
0
0
2
Geschichte
2
2
0
2
Kunsterziehung
2
0
0
0
Musikerziehung
2
0
0
0
Kunst- oder Musikerziehung
0
2
2
0
Religion und Kultur oder kath./evang. Religionsunterricht
2
0
0
2
Ethik
0
2
0
0
Philosophie
0
0
2
2
Sport
2
2
2
2
Profilfächer
       
Latein1
4
4
3
3
Italienisch
2
2
2
2
Wahlpflichtkurse
0
0
4
2
Total
34
34
34
34
Lektionentafel für das Profil Neue Sprachen
Fächer
Anzahl Wochenlektionen in den jeweiligen Stufen
 
4.
5.
6.
7.
Grundlagenfächer
       
Deutsch
4
3
3
4
Englisch
3
3
3
3
Französisch
3
3
3
3
Mathematik
4
3
4
3
Physik
0
2
2
2
Biologie
2
2
2
0
Chemie
0
2
2
0
Geografie
2
2
0
2
Wirtschaft/Recht
0
0
0
2
Geschichte
2
2
0
2
Kunsterziehung
2
0
0
0
Musikerziehung
2
0
0
0
Kunst- oder Musikerziehung
0
2
2
0
Religion und Kultur oder kath./evang. Religionsunterricht
2
0
0
2
Ethik
0
2
0
0
Philosophie
0
0
2
2
Sport
2
2
2
2
Profilfächer
       
Spanisch2
4
4
3
3
Latein oder Italienisch
2
2
2
2
Wahlpflichtkurse
0
0
4
2
Total
34
34
34
34
Lektionentafel für das Profil Kunst, Musik und
Pädagogik
Fächer
Anzahl Wochenlektionen in den jeweiligen Stufen
 
4.
5.
6.
7.
Grundlagenfächer
       
Deutsch
4
3
3
4
Englisch
3
3
3
3
Französisch
3
3
3
3
Mathematik
4
3
4
3
Physik
0
2
2
2
Biologie
2
2
2
0
Chemie
0
2
2
0
Geografie
2
2
0
2
Wirtschaft/Recht
0
0
0
2
Geschichte
2
2
0
2
Kunsterziehung
2
0
0
0
Musikerziehung
2
0
0
0
Kunst- oder Musikerziehung
0
2
2
0
Religion und Kultur oder kath./evang. Religionsunterricht
2
0
0
2
Ethik
0
2
0
0
Philosophie
0
0
2
2
Sport
2
2
2
2
Profilfächer
       
Bildnerisches Gestalten
und/oder Musizieren3
2 und 2
2 und 2
3 oder 3
3 oder 3
Pädagogik/Psychologie
2
2
2
2
Wahlpflichtkurse
0
0
4
2
Total
34
34
34
34
Lektionentafel für das Profil Wirtschaft und Recht
Fächer
Anzahl Wochenlektionen in den jeweiligen Stufen
 
4.
5.
6.
7.
Grundlagenfächer
       
Deutsch
4
3
3
4
Englisch
3
3
3
3
Französisch
3
3
3
3
Mathematik
4
3
4
3
Physik
0
2
2
2
Biologie
2
2
2
0
Chemie
0
2
2
0
Geografie
2
2
0
2
Statistik
0
0
0
2
Geschichte
2
2
0
2
Kunsterziehung
2
0
0
0
Musikerziehung
2
0
0
0
Kunst- oder Musikerziehung
0
2
2
0
Religion und Kultur oder kath./evang. Religionsunterricht
2
0
0
2
Ethik
0
2
0
0
Philosophie
0
0
2
2
Sport
2
2
2
2
Profilfächer
       
Rechnungswesen
2
2
0
0
Integrationsfach Wirtschaft und Betriebswirtschaftslehre4
4
4
2
2
Volkswirtschaftslehre5
0
0
3
3
Wahlpflichtkurse
0
0
4
2
Total
34
34
34
34
Lektionentafel für das Profil Mathematik und
Naturwissenschaften
Fächer
Anzahl Wochenlektionen in den jeweiligen Stufen
 
4.
5.
6.
7.
Grundlagen- und Profilfächer
       
Deutsch
4
3
3
4
Englisch
3
3
3
3
Französisch
3
3
3
3
Mathematik
4
5
5
4
Physik6
2
3
3
2
Biologie7
2
3
2
2
Chemie8
2
2
3
2
Informatik
2
2
0
0
Geografie9
2
2
2
2
Wirtschaft/Recht
0
0
0
2
Geschichte
2
2
0
2
Kunsterziehung
2
0
0
0
Musikerziehung
2
0
0
0
Kunst- oder Musikerziehung
0
2
2
0
Religion und Kultur oder kath./evang. Religionsunterricht
2
0
0
2
Ethik
0
2
0
0
Philosophie
0
0
2
2
Sport
2
2
2
2
Wahlpflichtkurse
0
0
4
2
Total
34
34
34
34
II.
Aufhebung bisherigen Rechts
Die Übergangsbestimmungen der Verordnung vom 14. August 2007 betreffend die Abänderung der Verordnung über den Lehrplan, die Promotion und die Matura auf der Oberstufe des Liechtensteinischen Gymnasiums, LGBl. 2007 Nr. 205, werden aufgehoben.
III.
Übergangsbestimmung
Auf die Schulstufe 7 finden im Schuljahr 2008/2009 die Bestimmungen der Verordnung vom 2. September 2003 betreffend die Abänderung der Verordnung über den Lehrplan und die Promotion auf der Oberstufe des Liechtensteinischen Gymnasiums, LGBl. 2003 Nr. 182, Anwendung.
IV.
Inkrafttreten
Die Verordnung tritt am 18. August 2008 (Beginn des Schuljahres 2008/2009) in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Klaus Tschütscher

Regierungschef-Stellvertreter

1   Die Note wird doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

2   Die Note wird doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

3   Die Note wird doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

4   Die Note wird auf der vierten und fünften Stufe sowie für die Matura doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

5   Die Note wird auf der sechsten und siebten Stufe doppelt gezählt (Art. 21).

6   Die Note wird auf der siebten Stufe sowie für die Matura doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

7   Die Note wird auf der fünften Stufe sowie für die Matura doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

8   Die Note wird auf der sechsten Stufe sowie für die Matura doppelt gezählt (Art. 21 und 48 Abs. 3).

9   Die Note wird auf der vierten Stufe doppelt gezählt (Art. 21).