923.01
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2014 Nr. 224 ausgegeben am 14. August 2014
Verordnung
vom 12. August 2014
über die Abänderung der Fischereiverordnung
Aufgrund von Art. 41 des Fischereigesetzes vom 16. Mai 1990, LGBl. 1990 Nr. 44, verordnet die Regierung:
I.
Abänderung bisherigen Rechts
Die Fischereiverordnung (FischV) vom 19. Juni 2012, LGBl. 2012 Nr. 180, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Art. 5 Abs. 4 Einleitungssatz
4) Die Prüfung ist schriftlich abzulegen und umfasst insbesondere die Bereiche:
Art. 12
Ganzjährig geschonte Fische und Krebse
Nachfolgend aufgeführte Fische und Krebse sind ganzjährig geschont und dürfen nicht gefangen werden:
a) Steinbeisser (Dorngrundel) (Cobitis taenia);
b) Schneider (Alburnoides bipunctatus);
c) Laube (Ukelei) (Alburnus alburnus);
d) Barbe (Barbus barbus);
e) Güster (Blicke) (Blicca bjoerkna);
f) Gründling (Gobio gobio);
g) Nase (Chondrostoma nasus);
h) Moderlieschen (Leucaspius delineatus);
i) Edelkrebs (Astacus astacus);
k) Steinkrebs (Austropotamobius torrentium);
l) Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes; Austropotamobius italicus).
Art. 27 Abs. 2 und 3
2) Personen, welche Elektrofanggeräte verwenden, müssen sich über eine entsprechende durch das Amt für Umwelt anerkannte Ausbildung sowie über eine Ausbildung in Erste Hilfe ausweisen können.
3) Die eingesetzten Elektrofanggeräte einschliesslich des Zubehörs haben den anerkannten Regeln der Technik zu entsprechen. Elektrofanggeräte dürfen nur mit Gleichstrom betrieben werden.
Art. 36 Abs. 1
1) Die Gebühr für die Fischereiprüfung beträgt 150 Franken. Für Minderjährige beträgt die Gebühr 50 Franken.
Anhang
Der bisherige Anhang wird durch nachfolgenden Anhang ersetzt:
Anhang
(Art. 19)
Einheimische Arten und Rassen von Fischen und Krebsen sowie deren Gefährdungsgrad
Name
Gefährdungsgrad
Anguillidae (Flussaale)
 
Aal (Anguilla anguilla)
potenziell gefährdet
Cobitidae (Schmerlen)
 
Steinbeisser; Dorngrundel (Cobitis taenia)
ausgestorben
Coregonidae (Renken)
 
Felchen (Coregonus sp.)
potenziell gefährdet
Cottidae (Groppen)
 
Groppe (Cottus gobio)
potenziell gefährdet
Gasterosteidae (Stichlinge)
 
Dreistacheliger Stichling (Gasterosteus aculeatus)
nicht gefährdet
Cyprinidae (Karpfenfische)
 
Brachse; Brachsme (Abramis brama)
stark gefährdet
Schneider (Alburnoides bipunctatus)
ausgestorben
Laube, Ukelei (Alburnus alburnus)
stark gefährdet
Barbe (Barbus barbus)
vom Aussterben bedroht
Blicke; Güster (Blicca bjoerkna)
vom Aussterben bedroht
Karpfen (Cyprinus carpio)
gefährdet
Gründling (Gobio gobio)
ausgestorben
Nase (Chondrostoma nasus)
vom Aussterben bedroht
Moderlieschen (Leucaspius delineatus)
stark gefährdet
Hasel (Leuciscus leuciscus)
gefährdet
Elritze (Phoxinus phoxinus)
potenziell gefährdet
Rotauge (Rutilus rutilus)
potenziell gefährdet
Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
gefährdet
Alet; Döbel (Squalius cephalus)
potenziell gefährdet
Strömer (Telestes souffia)
gefährdet
Schleie (Tinca tinca)
gefährdet
Esocidae (Hechte)
 
Hecht (Esox lucius)
potenziell gefährdet
Gadidae (Dorschfische)
 
Trüsche; Aalrutte (Lota lota)
stark gefährdet
Nemacheilidae (Plattschmerlen)
 
Bartgrundel; Schmerle (Barbatula barbatula)
gefährdet
Percidae (Echte Barsche)
 
Flussbarsch; Egli (Perca fluviatilis)
potenziell gefährdet
Salmonidae (Lachsfische)
 
Bachforelle (Salmo trutta fario)
gefährdet
Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
stark gefährdet
Äsche (Thymallus thymallus)
gefährdet
Astacidae (Flusskrebse)
 
Edelkrebs (Astacus astacus)
stark gefährdet
Steinkrebs (Austropotamobius torrentium)
ausgestorben
Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes; Austropotamobius italicus)
stark gefährdet
II.
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. September 2014 in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Adrian Hasler

Fürstlicher Regierungschef