| 152.311 |
| Liechtensteinisches Landesgesetzblatt |
| Jahrgang 2016 |
Nr. 420 |
ausgegeben am 6. Dezember 2016 |
Verordnung
vom 29. November 2016
über die Abänderung der Asylverordnung
Aufgrund von Art. 90 des Asylgesetzes (AsylG) vom 14. Dezember 2011, LGBl. 2012 Nr. 29, verordnet die Regierung:
Abänderung bisherigen Rechts
Die Asylverordnung (AsylV) vom 29. Mai 2012, LGBl. 2012 Nr. 153, in der geltenden Fassung, wird wie folgt abgeändert:
Überschrift vor Art. 4a
II. Asylsuchende
A. Allgemeine Bestimmungen
Art. 4a
Sichere Heimat- und Herkunftsstaaten (Art. 5a AsylG)
Als sichere Heimat- und Herkunftsstaaten gelten:
1. die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU);
2. die Vertragsstaaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA);
3. Albanien;
4. Algerien;
5. Australien;
6. Bahamas;
7. Benin;
8. Bosnien-Herzegowina;
9. Burkina Faso;
10. Georgien;
11. Ghana;
12. Indien;
13. Kanada;
14. Kosovo;
15. Marokko;
16. Mazedonien;
17. Moldova (ohne Transnistrien);
18. Mongolei;
19. Montenegro;
20. Neuseeland;
21. Senegal;
22. Serbien;
23. St. Kitts and Nevis;
24. Tunesien.
Überschrift vor Art. 5
Aufgehoben
Art. 9 Abs. 1a
Aufgehoben
Überschrift vor Art. 25
III. Beendigung des Asyls
Überschrift vor Art. 26
Aufgehoben
Überschrift vor Art. 32a
Va. Kostenrückerstattung
Art. 32a
Sicherstellung von Vermögenswerten (Art. 58 Abs. 3 AsylG)
1) Vermögenswerte, insbesondere Geldbeträge, die der Asylsuchende oder Schutzbedürftige bei der Einreise nach Liechtenstein hat, werden zum Zwecke der Kostenrückerstattung sichergestellt.
2) Ausgenommen von Abs. 1 sind Geldbeträge bis zu einer Höhe von:
a) 300 Franken pro erwachsene Person; und
b) 150 Franken pro Kind.
3) Weigert sich der Asylsuchende oder Schutzbedürftige die einzuziehenden Vermögenswerte abzugeben, werden die Fürsorgeleistungen entsprechend gekürzt.
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2017 in Kraft.
Fürstliche Regierung:
gez. Adrian Hasler
Fürstlicher Regierungschef