| 811.012.0 | ||
| Liechtensteinisches Landesgesetzblatt | ||
| Jahrgang 2018 | Nr. 177 | ausgegeben am 4. September 2018 |
|
Parameter
|
Parameterwert (Anzahl/100 ml)
|
|
|
1
|
Escherichia coli (E. coli)
|
0
|
|
2
|
Enterokokken
|
0
|
|
Parameter
|
Parameterwert
|
|
|
1
|
Escherichia coli (E. coli)
|
0/250 ml
|
|
2
|
Enterokokken
|
0/250 ml
|
|
3
|
Pseudomonas aeruginosa
|
0/250 ml
|
|
4
|
Koloniezahl bei 22 °C
|
100/ml
|
|
5
|
Koloniezahl bei 36 °C
|
20/ml
|
|
Parameter
|
Parameterwert
|
Einheit
|
Bemerkungen
|
|
|
1
|
Acrylamid
|
0,10
|
μg/l
|
Der Parameterwert bezieht sich auf die Restmonomerkonzentration im Wasser, berechnet auf Grund der maximalen Freisetzung nach den Spezifikationen des entsprechenden Polymers und der angewandten Polymerdosis. Der Nachweis der Einhaltung des Parameterwertes kann auch durch die Analyse des Wassers erbracht werden.
|
|
2
|
Benzol
|
1,0
|
μg/l
|
|
|
3
|
Bor
|
1,0
|
mg/l
|
|
|
4
|
Bromat
|
10
|
μg/l
|
|
|
5
|
Chrom
|
50
|
μg/l
|
|
|
6
|
Cyanid
|
50
|
μg/l
|
|
|
7
|
1,2-Dichlorethan
|
3,0
|
μg/l
|
|
|
8
|
Fluorid
|
1,5
|
mg/l
|
|
|
9
|
Nitrat
|
40
|
mg/l
|
Die Summe der Beträge aus Nitratkonzentration in mg/l geteilt durch 50 und Nitritkonzentration in mg/l geteilt durch 3 darf nicht grösser als 1 sein.
|
|
10
|
Pestizide
|
0,10
|
μg/l
|
Pestizide bedeutet: organische Insektizide, organische Herbizide, organische Fungizide, organische Nematizide, organische Akarizide, organische Algizide, organische Rodentizide, organische Schleimbekämpfungsmittel, verwandte Produkte (u. a. Wachstumsregulatoren) und die relevanten Metaboliten, Abbau- und Reaktionsprodukte. Es brauchen nur solche Pestizide überwacht zu werden, deren Vorhandensein im betreffenden Wassereinzugsgebiet wahrscheinlich ist. Der Parameterwert gilt jeweils für die einzelnen Pestizide.
Für Aldrin, Dieldrin, Heptachlor und Heptachlorepoxid gilt der Parameterwert von 0,030 μg/l.
|
|
11
|
Pestizide insgesamt
|
0,50
|
μg/l
|
Der Parameter bezeichnet die Summe der bei dem Kontrollverfahren nachgewiesenen und mengenmässig bestimmten einzelnen Pestizide. Voraussetzung für die Summenbildung ist mindestens das jeweilige Erreichen der Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens.
|
|
12
|
Quecksilber
|
1,0
|
μg/l
|
|
|
13
|
Selen
|
10
|
μg/l
|
|
|
14
|
Tetrachlorethen und Trichlorethen
|
10
|
μg/l
|
Summe der nachgewiesenen und mengenmässig bestimmten Einzelstoffe. Voraussetzung für die Summenbildung ist mindestens das jeweilige Erreichen der Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens.
|
|
Parameter
|
Parameterwert
|
Einheit
|
Bemerkungen
|
|
|
1
|
Antimon
|
5,0
|
μg/l
|
|
|
2
|
Arsen
|
10
|
μg/l
|
|
|
3
|
Benzo-(a)-pyren
|
0,010
|
μg/l
|
|
|
4
|
Blei
|
10
|
μg/l
|
Grundlage ist eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe. Probenahmeverfahren und Probenahmestellen richten sich nach Art. 13 Abs. 6.
|
|
5
|
Cadmium
|
5,0
|
μg/l
|
Einschliesslich der bei Stagnation von Wasser in Rohren aufgenommenen Cadmiumverbindungen.
|
|
6
|
Epichlorhydrin
|
0,10
|
μg/l
|
Der Parameterwert bezieht sich auf die Restmonomerkonzentration im Wasser, berechnet auf der Grundlage der maximalen Freisetzung nach den Spezifikationen des entsprechenden Polymers und der angewandten Polymerdosis. Der Nachweis der Einhaltung des Parameterwertes kann auch durch die Analyse des Wassers erbracht werden.
|
|
7
|
Kupfer
|
2,0
|
mg/l
|
Grundlage ist eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe. Probenahmeverfahren und Probenahmestellen richten sich nach Art. 13 Abs. 6.
|
|
8
|
Nickel
|
20
|
μg/l
|
Grundlage ist eine für die durchschnittliche wöchentliche Wasseraufnahme durch Verbraucher repräsentative Probe. Probenahmeverfahren und Probenahmestellen richten sich nach Art. 13 Abs. 6.
|
|
9
|
Nitrit
|
0,50
|
mg/l
|
Die Summe der Beträge aus Nitratkonzentration in mg/l geteilt durch 50 und Nitritkonzentration in mg/l geteilt durch 3 darf nicht grösser als 1 sein.
Am Ausgang des Wasserwerks darf der Wert von 0,10 mg/l für Nitrit nicht überschritten werden.
|
|
10
|
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
|
0,10
|
μg/l
|
Summe der nachgewiesenen und mengenmässig bestimmten nachfolgenden Stoffe: Benzo-(b)-fluoranthen, Benzo-(k)-fluoranthen, Benzo- (ghi)-perylen und Indeno-(1,2,3-cd)-pyren. Voraussetzung für die Summenbildung ist mindestens das jeweilige Erreichen der Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens.
|
|
11
|
Trihalogenmethane (THM)
|
50
|
μg/l
|
Summe der am Zapfhahn des Verbrauchers nachgewiesenen und mengenmässig bestimmten Reaktionsprodukte im Wasser, die bei der Desinfektion oder Oxidation des Wassers entstehen: Trichlormethan (Chloroform), Bromdichlormethan, Dibromchlormethan und Tribrommethan (Bromoform); eine Untersuchung im Versorgungsnetz ist nicht erforderlich, wenn am Ausgang des Wasserwerks der Wert von 0,010 mg/l nicht überschritten wird. Voraussetzung für die Summenbildung ist mindestens das jeweilige Erreichen der Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens. Das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen kann befristet höhere Konzentrationen am Zapfhahn in der Hausinstallation bis 0,1 mg/l zulassen, wenn dies aus seuchenhygienischen Gründen als Folge von Desinfektionsmassnahmen erforderlich ist. Auf eine Untersuchung kann in der Regel verzichtet werden, wenn bei der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung keine Desinfektion mit THM-bildenden Aufbereitungsstoffen durchgeführt wurde und das Rohwasser nachweislich nicht mit THM belastet ist.
|
|
12
|
Vinylchlorid
|
0,50
|
μg/l
|
Der Parameterwert bezieht sich auf die Restmonomerkonzentration im Wasser, berechnet auf der Grundlage der maximalen Freisetzung nach den Spezifikationen des entsprechenden Polymers und der angewandten Polymerdosis. Der Nachweis der Einhaltung des Parameterwertes kann auch durch die Analyse des Wassers erbracht werden.
|
|
Parameter
|
Parameterwert
|
Einheit
|
Bemerkungen
|
|
|
1
|
Aluminium
|
200
|
μg/l
|
|
|
2
|
Ammonium
|
0,50
|
mg/l
|
|
|
3
|
Chlorid
|
250
|
mg/l
|
Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1).
|
|
4
|
Clostridium perfringens (einschliesslich Sporen)
|
0
|
Anzahl/
100 ml |
Dieser Parameter braucht nur bestimmt zu werden, wenn das Rohwasser von Oberflächenwasser stammt oder von Oberflächenwasser beeinflusst wird.
Wird dieser Parameterwert nicht eingehalten, überprüft das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen, ob der Betreiber der Wasserversorgungsanlage die notwendigen Massnahmen zum Ausschluss einer Gesundheitsgefährdung getroffen hat. Gegebenenfalls veranlasst es Nachforschungen, um sicherzustellen, dass keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit auf Grund krankheitserregender Mikroorganismen, z. B. Cryptosporidium, besteht.
|
|
5
|
Coliforme Bakterien
|
0
|
Anzahl/
100 ml |
Für Wasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt ist, gilt der Parameterwert 0/250 ml.
|
|
6
|
Eisen
|
200
|
μg/l
|
|
|
7
|
Färbung
|
Für den Verbraucher annehmbar und ohne anormale Veränderung
|
|
|
|
8
|
Geruch
|
Für den Verbraucher annehmbar und ohne anormale Veränderung
|
|
|
|
9
|
Geschmack
|
Für den Verbraucher annehmbar und ohne anormale Veränderung
|
|
|
|
10
|
Koloniezahl bei 22 °C
|
Anzahl/ml
|
300
|
Unmittelbar nach Abschluss einer Aufbereitung gilt der Parameterwert 20/ml. Für Tanks von Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen gilt der Parameterwert 1000/ml.
Der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage hat einen plötzlichen oder kontinuierlichen Anstieg unverzüglich dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen zu melden.
|
|
11
|
Leitfähigkeit
|
2 500
|
μS cm -1 bei 20 °C
|
Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1 und 2).
|
|
12
|
Mangan
|
50
|
μg/l
|
|
|
13
|
Natrium
|
200
|
mg/l
|
|
|
14
|
Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)
|
Ohne anormale Veränderung
|
Bei Versorgungssystemen mit einer Abgabe von weniger als 10 000 m3 pro Tag braucht dieser Parameter nicht bestimmt zu werden.
|
|
|
15
|
Oxidierbarkeit
|
5,0
|
mg/l O2
|
Dieser Parameter braucht nicht bestimmt zu werden, wenn der Parameter TOC analysiert wird.
|
|
16
|
Sulfat
|
250
|
mg/l
|
Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1).
|
|
17
|
Trübung
|
1,0
|
Nephelometrische Trübungseinheiten (NTU)
|
Der Parameterwert gilt als eingehalten, wenn er am Ausgang des Wasserwerks nicht überschritten wird. Der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage hat einen plötzlichen oder kontinuierlichen Anstieg unverzüglich dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen zu melden. Letzteres gilt auch für das Verteilungsnetz.
|
|
18
|
Wasserstoffionen-Konzentration
|
≥ 6,5 und ≤ 9,5
|
pH-Einheiten
|
Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1). Für Wasser, das zur Abfüllung in verschliessbare Behältnisse vorgesehen ist, kann der Mindestwert auf 4,5 pH-Einheiten herabgesetzt werden. Ist dieses Wasser von Natur aus kohlensäurehaltig, kann der Mindestwert niedriger sein.
|
|
19
|
Tritium
|
100
|
Bq/l
|
Anmerkung 3 und 4
|
|
20
|
Gesamtrichtdosis
|
0,10
|
mSv/Jahr
|
Anmerkung 3 bis 5
|
|
Menge des in einem Versorgungsgebiet im Jahresdurchschnitt produzierten Wassers
|
Parameter der Gruppe A (Kleines Untersuchungsprogramm)
|
Parameter der Gruppe B (Erweitertes Untersuchungsprogramm)
|
|
m
3
pro Tag
|
Anzahl der Proben pro Jahr
|
Anzahl der Proben
|
|
< 10
|
1
|
1 pro 3 Jahre
|
|
10 – 1 000
|
4
|
1 pro Jahr
|
|
> 1 000 – 10 000
|
1 pro Jahr
zuzüglich 1 pro weitere 4 500 m3 pro Tag (kleinere Mengen werden auf 4 500 aufgerundet)
|
|
|
> 10 000 – 100 000
|
4
zuzüglich 3 pro weitere 1 000 m3 pro Tag
(kleinere Mengen werden auf 1 000 aufgerundet)
|
3 pro Jahr
zuzüglich 1 pro weitere 10 000 m3 pro Tag (kleinere Mengen werden auf 10 000 aufgerundet)
|
|
> 100 000
|
12 pro Jahr
zuzüglich 1 pro weitere 25 000 m3 pro Tag (kleinere Mengen werden auf 25 000 aufgerundet)
|
|
Laufende Nummer
|
Parameter (Anmerkung 1)
|
Messunsicherheit in % des Parameterwertes
|
Bemerkungen
|
|
1
|
Acrylamid
|
Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
|
|
|
2
|
Aluminium
|
25
|
|
|
3
|
Ammonium
|
40
|
|
|
4
|
Antimon
|
40
|
|
|
5
|
Arsen
|
30
|
|
|
6
|
Benzo-(a)-pyren
|
50
|
Kann der Wert der Messunsicherheit nicht erreicht werden, so sollte die beste verfügbare Technik gewählt werden.
Dabei darf die Messunsicherheit bis zu 60 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt B betragen.
|
|
7
|
Benzol
|
40
|
|
|
8
|
Blei
|
25
|
|
|
9
|
Bor
|
25
|
|
|
10
|
Bromat
|
40
|
|
|
11
|
Cadmium
|
25
|
|
|
12
|
Chlorid
|
15
|
|
|
13
|
Chrom
|
30
|
|
|
14
|
Cyanid
|
30
|
Mit dem Verfahren sollte der Gesamtcyanidgehalt in allen Formen bestimmt werden können.
|
|
15
|
1,2-Dichlorethan
|
40
|
|
|
16
|
Eisen
|
30
|
|
|
17
|
Elektrische Leitfähigkeit
|
20
|
|
|
18
|
Epichlorhydrin
|
Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
|
|
|
19
|
Fluorid
|
20
|
|
|
20
|
Kupfer
|
25
|
|
|
21
|
Mangan
|
30
|
|
|
22
|
Natrium
|
15
|
|
|
23
|
Nickel
|
25
|
|
|
24
|
Nitrat
|
15
|
|
|
25
|
Nitrit
|
20
|
|
|
26
|
Oxidierbarkeit
|
50
|
Bei der analytischen Bestimmung der Oxidierbarkeit sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird für das verwendete Analyseverfahren vermutet, wenn als Referenzverfahren das in Norm EN ISO 8467 beschriebene Verfahren angewendet worden ist.
|
|
27
|
Pestizide
|
30
|
Die Verfahrenskennwerte für einzelne Pestizide dienen als Hinweis. Messunsicherheitswerte von lediglich 30 % des Parameterwertes
in Anhang 2 Abschnitt A können bei mehreren Pestiziden erzielt werden, höhere Werte bis zu 80 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt A können für einzelne Pestizide zugelassen werden.
|
|
28
|
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
|
50
|
Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte PAK bei 25 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt B.
|
|
29
|
Quecksilber
|
30
|
|
|
30
|
Selen
|
40
|
|
|
31
|
Sulfat
|
15
|
|
|
32
|
Tetrachlorethen
|
30
|
Die Verfahrenskennwerte gelten für Tetrachlorethen bei 50 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt A.
|
|
33
|
Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)
|
30
|
Die Messunsicherheit des TOC sollte bei einer Konzentration von 3 mg/l unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik geschätzt werden. Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird für das verwendete Verfahren vermutet, wenn die Norm CEN 1484 eingehalten worden ist.
|
|
34
|
Trichlorethen
|
40
|
Die Verfahrenskennwerte gelten für Trichlorethen bei 50 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt A.
|
|
35
|
Trihalogenmethane
(THM)
|
40
|
Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte THM bei 25 % des Parameterwertes in Anhang 2 Abschnitt B.
|
|
36
|
Trübung
|
30
|
Die Messunsicherheit sollte unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik auf der Ebene von 1,0 NTU (nephelometrische Trübungseinheit) geschätzt werden. Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik wird für das verwendete Verfahren vermutet, wenn die Norm EN ISO 7027 eingehalten worden ist.
|
|
37
|
Vinylchlorid
|
Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren
|
|
|
38
|
Wasserstoffionen-Konzentration
|
0,2
|
Die Werte für die Messunsicherheit werden in pH-Einheiten ausgedrückt.
|