910.025
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2018 Nr. 402 ausgegeben am 7. Dezember 2018
Verordnung
vom 4. Dezember 2018
über die Abänderung der Alpwirtschafts-Förderungs-Verordnung
Aufgrund von Art. 78 Abs. 1 des Landwirtschaftsgesetzes (LWG) vom 11. Dezember 2008, LGBl. 2009 Nr. 42, verordnet die Regierung:
I.
Abänderung bisherigen Rechts
Die Verordnung vom 15. Juni 2010 über die Förderung der Alpwirtschaft (Alpwirtschafts-Förderungs-Verordnung; AWFV), LGBl. 2010 Nr. 168, wird wie folgt abgeändert:
Art. 3 Bst. h
Im Sinne dieser Verordnung gelten als:
h) "zentrale Alpsennerei": eine von der BGS-Fachgruppe bezeichnete Alpsennerei, welche die Kuhmilch aus dem gesamten inländischen Sömmerungsgebiet verarbeitet.
Art. 9 Abs. 1
1) Für jede Alpe wird der Besatz festgelegt für:
a) Schafe;
b) Ziegen;
c) Lamas und Alpakas;
d) Milchkühe, deren Milch in einer zentralen Alpsennerei verarbeitet wird;
e) übrige RGVE.
Art. 11 Abs. 2
2) Für den Grundbeitrag nach Abs. 1 Bst. a gelten folgende Ansätze:
a) pro Stoss für Schafe, Ziegen, Lamas und Alpakas:
1. bei ständiger Behirtung: 172 Franken;
2. bei Umtriebsweiden:
- mit Herdenschutzmassnahmen: 172 Franken;
- ohne Herdenschutzmassnahmen: 120 Franken;
3. bei übrigen Weiden: 60 Franken;
b) pro Stoss für Milchkühe, deren Milch in einer zentralen Alpsennerei verarbeitet wird: 262 Franken;
c) pro Stoss für die übrigen RGVE: 172 Franken.
II.
Übergangsbestimmung
Bis zur Errichtung einer zentralen Alpsennerei, längstens aber bis zum 1. Januar 2024, wird der Grundbeitrag nach Art. 11 Abs. 2 Bst. b des neuen Rechts pro Stoss für Milchkühe ausgerichtet, deren Milch in einer Alpsennerei der Alpe Valüna, Sücka oder Pradamee (Kuhalpen erster Priorität) verarbeitet wird. Die Landesalpenkommission legt zu diesem Zweck den Besatz für solche Milchkühe nach Massgabe von Art. 9 fest.
III.
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Adrian Hasler

Fürstlicher Regierungschef