| 0.632.402.1 |
| Liechtensteinisches Landesgesetzblatt |
| Jahrgang 1974 |
Nr. 17/1 |
ausgegeben am 14. März 1974 |
Zusatzabkommen
über die Geltung des Abkommens zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 22. Juli 1972 für das Fürstentum Liechtenstein
Abgeschlossen in Brüssel am 22. Juli 1972
Zustimmung des Landtags: 28. November 1972
Inkrafttreten für das Fürstentum Liechtenstein: 1. Januar 1974
Das Königreich Belgien,
das Königreich Dänemark,
die Bundesrepublik Deutschland,
die Französische Republik,
Irland,
die Italienische Republik,
das Grossherzogtum Luxemburg,
das Königreich der Niederlande,
das Königreich Norwegen,
das Vereinigte Königreich Grossbritannien und Nordirland,
Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl,
das Fürstentum Liechtenstein,
die Schweizerische Eidgenossenschaft -
in Erwägung nachstehender Gründe:
Das Fürstentum Liechtenstein bildet gemäss dem Vertrag vom 29. März 1923 mit der Schweiz eine Zollunion; dieser Vertrag verleiht nicht allen Bestimmungen des am 22. Juli 1972 zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterzeichneten Abkommen Geltung für das Fürstentum Liechtenstein.
Das Fürstentum Liechtenstein hat den Wunsch geäussert, dass sämtliche Bestimmungen des genannten Abkommens für Liechtenstein Wirksamkeit haben sollen -
sind wie folgt übereingekommen:
Art. 1
Das am 22. Juli 1972 unterzeichnete Abkommen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und der Schweizerischen Eidgenossenschaft gilt auch für das Fürstentum Liechtenstein.
Art. 2
Zur Anwendung des in Art. 1 genannten Abkommens kann das Fürstentum Liechtenstein, ohne dessen Charakter als bilaterales Abkommen zwischen den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft und der Schweiz zu ändern, seine Interessen durch einen Vertreter im Rahmen der schweizerischen Delegation im Gemischten Ausschuss wahrnehmen.
Art. 3
Dieses Zusatzabkommen wird von der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und den Mitgliedstaaten der Gemeinschaft nach ihren eigenen Verfahren genehmigt. Es tritt gleichzeitig mit dem in Art. 1 genannten Abkommen in Kraft und gilt so lange, wie der Vertrag vom 29. März 1923 in Kraft ist.
Udfaerdiget i Bruxelles, den toogtyvende juli nitten hundrede og tooghalvfjerds.
Geschehen zu Brüssel am zweiundzwanzigsten Juli neunzehnhundertzweiundsiebzig.
Done at Brussels on this twenty-second day of July in the year one thousand nine hundred and seventy-two.
Fait à Bruxelles, le vingt-deux juillet mil neuf cent soixante-douze.
Fatto a Bruxelles, il ventidue luglio millenovecentosettantadue.
Gedaan te Brussel, de tweeëntwintigste juli negentienhonderdtweeënzeventig.
Utferdiget i Brussel, tjueandre juli nitten hundre og syttito.
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Pour le Royaume de Belgique: Voor het Koninkrijk België:
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P. Harmel
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På Kongeriget Danmarks vegne:
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Finn O. Gundelach
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Für die Bundesrepublik Deutschland:
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Sigismund von Braun
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Pour la République française:
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Schumann
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For Ireland:
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Sean P. Kennan
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Per la Repubblica italiana:
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G. Medici
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Pour le Grand-Duché de Luxembourg:
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Gaston Thorn
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Voor het Koninkrijk der Nederlanden:
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Th. E. Westerterp
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For Kongeriket Norge:
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Andreas Cappelen
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For the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland:
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Geoffrey Rippon
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Für die Schweizerische Eidgenossenschaft: Pour la Confédération suisse:
Per la Confederazione svizzera:
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Brugger
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Für das Fürstentum Liechtenstein:
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A. Hilbe
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Dieses Zusatzabkommen ist für das Fürstentum Liechtenstein am 1. Januar 1974 in Kraft getreten.
Fürstliche Regierung:
gez. Dr. Alfred Hilbe
Fürstlicher Regierungschef