0.814.021.3
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2004 Nr. 67 ausgegeben am 27. Februar 2004
Änderung
des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen
Abgeschlossen in Montreal am 17. September 1997
Zustimmung des Landtags: 23. Oktober 2003
Inkrafttreten für das Fürstentum Liechtenstein: 22. März 2004
Art. 1
Änderung
A. Art. 4 Abs. 1quater
Nach Art. 4 Abs. 1ter des Protokolls wird folgender Absatz eingefügt:
1quater) Innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieses Absatzes verbietet jede Vertragspartei die Einfuhr des geregelten Stoffes in Anlage E aus jedem Staat, der nicht Vertragspartei des Protokolls ist.
B. Art. 4 Abs. 2quater
Nach Art. 4 Abs. 2ter des Protokolls wird folgender Absatz eingefügt:
2quater) Vom Ablauf eines Jahres nach Inkrafttreten dieses Absatzes an verbietet jede Vertragspartei die Ausfuhr des geregelten Stoffes in Anlage E in jeden Staat, der nicht Vertragspartei des Protokolls ist.
C. Art. 4 Abs. 5, 6 und 7
In Art. 4 Abs. 5, 6 und 7 des Protokolls werden die Worte und Gruppe II der Anlage C durch folgende Worte ersetzt: , Gruppe II der Anlage C und Anlage E
D. Art. 4 Abs. 8
In Art. 4 Abs. 8 des Protokolls werden die Worte Art. 2G durch folgende Worte ersetzt: Art. 2G und 2H
E. Art. 4A: Regelung des Handels mit den Vertragsparteien
Folgender Artikel wird als Art. 4A in das Protokoll eingefügt:
1) Ist eine Vertragspartei, obwohl sie alle durchführbaren Schritte zur Erfüllung ihrer Verpflichtung aus dem Protokoll unternommen hat, nach Ablauf der für sie geltenden Auslauffrist für einen geregelten Stoff nicht in der Lage, die Produktion dieses Stoffes für den nationalen Verbrauch ausser für die Erfüllung von Zwecken, die von den Vertragsparteien einvernehmlich als wesentlich erachtet worden sind, einzustellen, so verbietet sie die Ausfuhr gebrauchter, wiederverwerteter und zurückgewonnener Mengen dieses Stoffes, sofern die Ausfuhr nicht zum Zweck der Vernichtung geschieht.
2) Abs. 1 dieses Artikels gilt unbeschadet der Wirkungsweise des Art. 11 des Übereinkommens und des nach Art. 8 des Protokolls entwickelten Nichteinhaltungsverfahrens.
F. Art. 4B: Lizenzerteilung
Folgender Artikel wird als Art. 4B in das Protokoll eingefügt:
1) Jede Vertragspartei richtet bis zum 1. Januar 2000 oder innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt, zu dem dieser Artikel für sie in Kraft tritt, je nachdem welcher Zeitpunkt der spätere ist, ein System zur Lizenzerteilung für die Einfuhr und Ausfuhr von neuen, gebrauchten, wiederverwerteten und zurückgewonnenen geregelten Stoffen der Anlagen A, B, C und E ein und setzt es um.
2) Ungeachtet des Abs. 1 dieses Artikels kann jede der in Art. 5 Abs. 1 bezeichneten Vertragsparteien, die sich nicht in der Lage sieht, ein System zur Lizenzerteilung für die Einfuhr und Ausfuhr von geregelten Stoffen der Anlagen C und E einzurichten und umzusetzen, solche Massnahmen bis 1. Januar 2005 beziehungsweise 1. Januar 2002 hinausschieben.
3) Innerhalb von drei Monaten ab dem Zeitpunkt der Einführung ihres Systems zur Lizenzerteilung berichtet jede Vertragspartei dem Sekretariat über die Einrichtung und die Wirkungsweise des Systems.
4) Das Sekretariat erstellt in regelmässigen Abständen eine Liste der Vertragsparteien, die ihm über ihre Systeme zur Lizenzerteilung berichtet haben, und übermittelt sie allen Vertragsparteien; das Sekretariat übersendet diese Angaben an den Durchführungsausschuss zur Prüfung und zur Abgabe geeigneter Empfehlungen an die Vertragsparteien.
Art. 2
Verhältnis zur Änderung 1992
Kein Staat oder keine Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration kann eine Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde zu dieser Änderung hinterlegen, ohne eine solche Urkunde zu der auf der vierten Tagung der Vertragsparteien am 25. November 1992 in Kopenhagen angenommenen Änderung zuvor hinterlegt zu haben oder gleichzeitig zu hinterlegen.
Art. 3
Inkrafttreten
1) Diese Änderung tritt am 1. Januar 1999 in Kraft, sofern mindestens zwanzig Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunden zu der Änderung von Staaten oder Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration hinterlegt sind, die Vertragsparteien des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, sind. Ist diese Bedingung bis zu dem genannten Tag nicht erfüllt, so tritt die Änderung am neunzigsten Tag nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem sie erfüllt worden ist.
2) Für die Zwecke des Abs. 1 zählt eine von einer Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration hinterlegte Urkunde nicht als zusätzliche Urkunde zu den von den Mitgliedstaaten der betreffenden Organisation hinterlegten Urkunden.
3) Nach Inkrafttreten dieser Änderung gemäss Abs. 1 tritt sie für jede andere Vertragspartei des Protokolls am neunzigsten Tag nach dem Zeitpunkt der Hinterlegung ihrer Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde in Kraft.
(Es folgen die Unterschriften)
Geltungsbereich der Änderung am 22. März 2004
Vertragsstaaten
Hinterlegung der Ratifikations-, Annahme-, Beitritts- und Genehmigungsurkunde
Ägypten
20. Juli 2000
Antigua und Barbuda
10. Februar 2000
Argentinien
15. Februar 2001
Aserbaidschan
28. September 2000
Australien
5. Januar 1999
Bahrain
13. März 2001
Bangladesch
27. Juli 2001
Barbados
10. Dezember 2002
Bolivien
12. April 1999
Bosnien und Herzegowina
11. August 2003
Bulgarien
24. November 1999
Burkina Faso
11. November 2002
Burundi
18. Oktober 2001
Chile
17. Juni 1998
Dänemark1
24. September 2003
Deutschland
5. Januar 1999
Dschibuti
30. Juli 1999
El Salvador
8. Dezember 2000
Estland
11. April 2003
Europäische Gemeinschaft
17. November 2000
Finnland
18. Juni 2001
Frankreich
25. Juli 2003
Gabon
4. Dezember 2000
Georgien
12. Juli 2000
Grenada
20. Mai 1999
Grossbritannien und Nordirland
(Vereinigtes Königreich)
12. Oktober 2001
Guatemala
21. Januar 2002
Guinea-Bissau
12. November 2002
Guyana
23. Juli 1999
Haiti
29. März 2000
Indien
3. März 2003
Iran (Islamische Republik)
17. Oktober 2001
Island
8. Februar 2000
Israel
28. Mai 2003
Italien
1. Mai 2001
Jamaika
24. September 2003
Japan
30. August 2002
Jemen
23. April 2001
Jordanien
3. Februar 1999
Kanada
27. März 1998
Kap Verde
31. Juli 2001
Kenya
12. Juli 2000
Kirgisistan
13. Mai 2003
Kolumbien
16. Juni 2003
Komoren
2. Dezember 2002
Kongo
19. Oktober 2001
Korea (Demokratische Volksrepublik)
13. Dezember 2001
Kroatien
8. September 2000
Kuwait
13. Juni 2003
Lettland
14. Juni 2002
Liechtenstein
23. Dezember 2003
Libanon
31. Juli 2000
Luxemburg
8. Februar 1999
Madagascar
16. Januar 2002
Malaysia
26. Oktober 2001
Malediven
27. September 2001
Mali
7. März 2003
Malta
22. Dezember 2003
Marshallinseln
27. Januar 2003
Mauritius
24. März 2003
Mazedonien
31. August 1999
Mikronesien (Föderierte Staaten von)
27. November 2001
Monaco
26. Juli 2001
Mongolei
28. März 2002
Neuseeland2
3. Juni 1999
Niederlande
21. Februar 2000
Niger
8. Oktober 1999
Nigeria
27. September 2001
Niue
22. Dezember 2003
Norwegen
30. Dezember 1998
Österreich
7. August 2000
Palau
29. Mai 2001
Panama
5. März 1999
Paraguay
27. April 2001
Polen
6. Dezember 1999
Portugal
3. Oktober 2003
Republik Korea
19. August 1998
Rumänien
21. Mai 2001
Salomon-Inseln
17. August 1999
Samoa
4. Oktober 2001
Sao Tomé und Principe
19. November 2001
Schweden
12. Juli 1999
Schweiz
28. August 2002
Senegal
12. August 1999
Seychellen
26. August 2002
Sierra Leone
29. August 2001
Singapur
22. September 2000
Slowakei
3. November 1999
Slowenien
15. November 1999
Somalia
1. August 2001
Spanien
11. Mai 1999
Sri Lanka
20. August 1999
St. Kitts und Newis
25. Februar 1999
St. Lucia
24. August 1999
Syrien (Arabische Repubilk)
30. November 1999
Tansania (Vereinigte Republik)
6. Dezember 2002
Thailand
23. Juni 2003
Togo
26. November 2001
Tonga
26. November 2003
Trinidad und Tobago
10. Juni 1999
Tschad
30. Mai 2001
Tschechische Republik
5. November 1999
Tunesien
19. Oktober 1999
Türkei
24. Oktober 2003
Tuvalu
31. August 2000
Uganda
23. November 1999
Ungarn
26. Juli 1999
Uruguay
16. Februar 2000
Venezuela
13. Mai 2002
Vereinigte Staaten von Amerika
1. Oktober 2003
Zypern
2. Juni 2003

1   Mit territorialem Ausschluss in Bezug auf die Färöer Inseln.