946.221.3
Liechtensteinisches Landesgesetzblatt
Jahrgang 2009 Nr. 136 ausgegeben am 15. Mai 2009
Verordnung
vom 12. Mai 2009
über Massnahmen gegenüber Somalia
Aufgrund von Art. 2 des Gesetzes vom 10. Dezember 2008 über die Durchsetzung internationaler Sanktionen (ISG), LGBl. 2009 Nr. 411, unter Einbezug der aufgrund des Zollvertrages und der Fremdenpolizeilichen Vereinbarungen anwendbaren schweizerischen Rechtsvorschriften und in Ausführung der Resolutionen 733 (1992) vom 23. Januar 1992, 1356 (2001) vom 19. Juni 2001, 1425 (2002) vom 22. Juli 2002, 1725 (2006) vom 6. Dezember 2006, 1744 (2007) vom 20. Februar 2007, 1772 (2007) vom 20. August 2007, 1844 (2008) vom 20. November 2008, 1846 (2008) vom 2. Dezember 2008, 1851 (2008) vom 16. Dezember 2008 und 1863 (2009) vom 16. Januar 2009 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen verordnet die Regierung:
I. Zwangsmassnahmen
Art. 1
Verbot der Lieferung von Rüstungsgütern und verwandtem Material
1) Die Lieferung, der Verkauf und die Durchfuhr von Rüstungsgütern jeder Art, einschliesslich Waffen und Munition, Militärfahrzeuge und -ausrüstung, paramilitärische Ausrüstung sowie Zubehör und Ersatzteile dafür, nach Somalia sind verboten.
2) Die Gewährung von Dienstleistungen aller Art, einschliesslich Finanzierung, Vermittlungsdienste und technische Ausbildung, im Zusammenhang mit der Lieferung, dem Verkauf, der Durchfuhr, der Herstellung, dem Unterhalt und der Verwendung von Gütern nach Abs. 1 sowie mit militärischen Aktivitäten in Somalia ist verboten.
3) Die Verbote nach Abs. 1 und 2 gelten auch gegenüber den im Anhang genannten natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen.
4) Von den Verboten nach Abs. 1 und 2 sind ausgenommen:
a) die vorübergehende Ausfuhr von Schutzkleidung, einschliesslich kugelsicherer Westen und Helme, zur persönlichen Verwendung durch Personal der Vereinten Nationen, Medienvertreter und humanitäres Personal;
b) Güter und Dienstleistungen, die ausschliesslich zur Unterstützung der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) oder zur ausschliesslichen Verwendung durch diese nach Ziff. 9 der Resolution 1772 (2007) bestimmt sind;
c) Güter und Dienstleistungen, die ausschliesslich für Staaten und regionale Organisationen zur Bekämpfung der Piraterie und bewaffneter Raubüberfälle auf See nach Ziff. 10 der Resolution 1846 (2008) und Ziff. 6 der Resolution 1851 (2008) bestimmt sind.
5) Die Regierung kann in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des zuständigen Ausschusses des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen Ausnahmen von den Verboten nach Abs. 1 und 2 bewilligen:
a) für nichtletales militärisches Gerät, das ausschliesslich für humanitäre oder Schutzzwecke bestimmt ist;
b) für Güter und technische Hilfe, die von Staaten bereitgestellt werden und die ausschliesslich als Beitrag zum Aufbau der Institutionen des Sicherheitssektors bestimmt sind, in Übereinstimmung mit dem in den Ziff. 1 bis 5 der Resolution 1772 (2007) genannten politischen Prozess;
c) für von Staaten und interessierten Organisationen wie der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation bereitgestellte technische Hilfe zur Verbesserung der Sicherheit der Küste und der Seeschifffahrt vor Somalia und seinen Nachbarstaaten nach Ziff. 5 der Resolution 1846 (2008).
6) Entsprechende Gesuche um Ausnahmebewilligungen sind bei der Stabsstelle FIU einzureichen.
7) Vorbehalten bleiben die Bestimmungen der in Liechtenstein anwendbaren schweizerischen Kriegsmaterial-, Güterkontroll- und Embargogesetzgebung.
Art. 2
Sperrung von Geldern und wirtschaftlichen Ressourcen
1) Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle der im Anhang aufgeführten natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen befinden, sind gesperrt.
2) Es ist verboten, den von der Sperrung betroffenen natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen Gelder zu überweisen oder Gelder und wirtschaftliche Ressourcen sonstwie direkt oder indirekt zur Verfügung zu stellen.
3) Die Regierung kann nach Meldung an den zuständigen Ausschuss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen oder in Übereinstimmung mit den Beschlüssen dieses Ausschusses Zahlungen aus gesperrten Konten, Übertragungen gesperrter Vermögenswerte sowie die Freigabe gesperrter wirtschaftlicher Ressourcen ausnahmsweise bewilligen. Entsprechende Gesuche sind bei der Stabsstelle FIU einzureichen.
Art. 3
Begriffsbestimmungen
In dieser Verordnung bedeuten:
a) Gelder: finanzielle Vermögenswerte, einschliesslich Bargeld, Schecks, Geldforderungen, Wechsel, Geldanweisungen oder andere Zahlungsmittel, Guthaben, Schulden und Schuldverpflichtungen, Wertpapiere und Schuldtitel, Wertpapierzertifikate, Obligationen, Schuldscheine, Optionsscheine, Pfandbriefe, Derivate; Zinserträge, Dividenden oder andere Einkünfte oder Wertzuwächse aus Vermögenswerten; Kredite, Rechte auf Verrechnung, Bürgschaften, Vertragserfüllungsgarantien oder andere finanzielle Zusagen; Akkreditive, Konnossemente, Sicherungsübereignungen, Dokumente zur Verbriefung von Anteilen an Fondsvermögen oder anderen Finanzressourcen und jedes andere Finanzierungsinstrument für Exporte;
b) Sperrung von Geldern: die Verhinderung jeder Handlung, welche die Verwaltung oder die Nutzung der Gelder ermöglicht, mit Ausnahme von normalen Verwaltungshandlungen von Banken und Wertpapierfirmen;
c) wirtschaftliche Ressourcen: Vermögenswerte jeder Art, unabhängig davon, ob sie materiell oder immateriell, beweglich oder unbeweglich sind, insbesondere Immobilien und Luxusgüter, mit Ausnahme von Geldern nach Bst. a;
d) Sperrung wirtschaftlicher Ressourcen: die Verhinderung ihrer Verwendung zum Erwerb von Geldern, Waren oder Dienstleistungen, einschliesslich des Verkaufs, des Vermietens oder des Verpfändens solcher Ressourcen.
Art. 4
Ein- und Durchreiseverbot
1) Die Einreise nach Liechtenstein oder die Durchreise durch Liechtenstein ist den im Anhang aufgeführten natürlichen Personen verboten.
2) Die Regierung kann in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des zuständigen Ausschusses des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen Ausnahmen gewähren. Entsprechende Gesuche sind beim Ausländer- und Passamt einzureichen.
II. Vollzug und Strafbestimmungen
Art. 5
Kontrolle und Vollzug
1) Die Stabsstelle FIU überwacht den Vollzug der Zwangsmassnahmen nach den Art. 1 und 2. Sie prüft insbesondere die Gesuche um Ausnahmebewilligungen und leitet sie - erforderlichenfalls nach Konsultation weiterer betroffener Stellen - mit ihrer Empfehlung an die Regierung weiter.
2) Das Ausländer- und Passamt überwacht den Vollzug des Ein- und Durchreiseverbots nach Art. 4. Es prüft insbesondere die Gesuche um Ausnahmebewilligungen und leitet sie - erforderlichenfalls nach Konsultation weiterer betroffener Stellen - mit seiner Empfehlung an die Regierung weiter.
3) Die zuständigen liechtensteinischen Behörden ergreifen die für die Sperrung wirtschaftlicher Ressourcen notwendigen Massnahmen, zum Beispiel die Anmerkung einer Verfügungssperre im Grundbuch oder die Pfändung oder Versiegelung von Luxusgütern.
4) Die Zuständigkeit der schweizerischen Behörden bleibt vorbehalten.
Art. 6
Meldepflichten
1) Personen und Institutionen, die Gelder halten oder verwalten oder von wirtschaftlichen Ressourcen wissen, von denen anzunehmen ist, dass sie unter die Sperrung nach Art. 2 Abs. 1 fallen, müssen dies der Stabsstelle FIU unverzüglich melden.
2) Die Meldungen müssen die Namen der Begünstigten sowie Gegenstand und Wert der gesperrten Gelder und wirtschaftlichen Ressourcen enthalten.
Art. 7
Strafbestimmungen
1) Wer gegen Art. 1, 2 oder 4 verstösst, wird nach Art. 10 ISG bestraft, soweit nicht Strafbestimmungen der in Liechtenstein anwendbaren schweizerischen Kriegsmaterial-, Güterkontroll- und Embargogesetzgebung zur Anwendung gelangen.
2) Wer gegen Art. 6 verstösst, wird nach Art. 11 ISG bestraft.
III. Schlussbestimmungen
Art. 8
Aufhebung bisherigen Rechts
1) Die Verordnung vom 3. Juli 2001 über Massnahmen gegenüber Somalia, LGBl. 2001 Nr. 125, wird aufgehoben.
2) Die Strafbarkeit von Widerhandlungen, die während der Geltungsdauer der in Abs. 1 genannten Verordnung begangen wurden, bleibt vorbehalten.
Art. 9
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage der Kundmachung in Kraft.

Fürstliche Regierung:

gez. Dr. Klaus Tschütscher

Fürstlicher Regierungschef
Anhang2
(Art. 1 Abs. 3, Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 1)
Natürliche Personen, Unternehmen und
Organisationen, gegen die sich die Massnahmen nach Art. 1, 2 und 4 richten
Erläuterungen
Die Namensliste umfasst folgende 2 Abschnitte:
A. Liste der natürlichen Personen
B. Liste der Unternehmen und Organisationen
Die Gründe für die Aufnahme in die Namensliste sind auf folgender Internetseite einsehbar:
http://www.un.org/sc/committees/751/pdf/1844_cons_list_12Apr10.pdf
Abkürzungen
DOB ("Date of birth")
Geboren am: Geburtsdatum, inkl. allfälliger anderer Daten
alt. DOB: alternatives Geburtsdatum
POB ("Place of birth")
Ort: Geburtsort, inkl. allfälliger anderer Orte
a.k.a. (a.k.a. = "also known as")
Deckname: Alias (auch bekannt als)
Nationality
Nationalität: Bezeichnet die Staatsangehörigkeit/Nationalität
alt. Nationality: alternative Nationalität
Citizen
Staatsangehöriger
Passport no.
Pass Nr.: Passnummer(n)
ID Card no.
Nationale Identifikationsnummer: z.B. Nummer für Identitätskarte, Nummer für Sozialversicherungsausweis usw.
Place of issue
Ausstellungsort
Date of issue
Ausstellungsdatum
Location
Adresse: Bezeichnet den/die ständigen oder vorübergehenden (legalen oder illegalen) Wohnort(e) der betroffenen Person
alt. Location: alternative Adresse
A. Liste der natürlichen Personen
1.
Yasin Ali Baynah
a.k.a.: ALI, Yasin Baynah; a.k.a.: ALI, Yassin Mohamed; a.k.a.: BAYNAH, Yasin; a.k.a.: BAYNAH, Yassin; a.k.a.: BAYNAX, Yasiin Cali; a.k.a.: BEENAH, Yasin; a.k.a.: BEENAH, Yassin; a.k.a.: BEENAX, Yasin; a.k.a.: BEENAX, Yassin; a.k.a.: BENAH, Yasin; a.k.a.: BENAH, Yassin; a.k.a.: BENAX, Yassin; a.k.a.: BEYNAH, Yasin; a.k.a.: BINAH, Yassin; a.k.a.: CALI, Yasiin Baynax; DOB: 24 December 1965; Nationality: Somali; alt. Nationality: Swedish; Location: Rinkeby, Stockholm, Sweden; Mogadishu, Somalia
2.
Hassan Dahir Aweys
a.k.a.: ALI, Sheikh Hassan Dahir Aweys; a.k.a.: AWES, Hassan Dahir; a.k.a.: AWES, Shaykh Hassan Dahir; a.k.a.: AWEYES, Hassen Dahir; a.k.a.: AWEYS, Ahmed Dahir; a.k.a.: AWEYS, Sheikh; a.k.a.: AWEYS, Sheikh Hassan Dahir; a.k.a.: DAHIR, Aweys Hassan; a.k.a.: IBRAHIM, Mohammed Hassan; a.k.a.: OAIS, Hassan Tahir; a.k.a.: UWAYS, Hassan Tahir; a.k.a.: "HASSAN, Sheikh"; DOB: 1935; Citizen: Somali; Nationality: Somali; Location: Somalia;
3.
Hassan Abdullah Hersi Al-Turki
a.k.a.: AL-TURKI, Hassan; a.k.a.: TURKI, Hassan; a.k.a.: TURKI, Hassan Abdillahi Hersi; a.k.a.: TURKI, Sheikh Hassan; a.k.a.: XIRSI, Xasan Cabdilaahi; a.k.a.: XIRSI, Xasan Cabdulle; DOB: circa 1944; POB: Ogaden Region, Ethiopia; Nationality: Somali; Location: Somalia
4.
Ahmed Abdi aw-Mohamed
a.k.a.: ABU ZUBEYR, Muktar Abdirahman; a.k.a.: ABUZUBAIR, Muktar Abdulrahim; a.k.a.: AW MOHAMMED, Ahmed Abdi; a.k.a.: AW-MOHAMUD, Ahmed Abdi; a.k.a.: "GODANE"; a.k.a.: "GODANI"; a.k.a.: "MUKHTAR, Shaykh"; a.k.a.: "ZUBEYR, Abu"; DOB: 10 July 1977; POB: Hargeysa, Somalia; Nationality: Somali
5.
Fuad Mohamed Khalaf
aka.: Fuad Mohamed Khalif; aka.: Fuad Mohamed Qalaf; aka.: Fuad Mohammed Kalaf; aka.: Fuad Mohamed Kalaf; aka.: Fuad Mohammed Khalif; aka.: Fuad Khalaf; aka: Fuad Shongale; aka.: Fuad Shongole; aka.: Fuad Shangole; aka.: Fuad Songale; aka.: Fouad Shongale; aka.: Fuad Muhammad Khalaf Shongole; Nationality: Somali; Location: Mogadishu, Somalia; alt. Location: Somalia
6.
Bashir Mohamed Mahamoud
aka.: Bashir Mohamed Mahmoud; aka.: Bashir Mahmud Mohammed; aka.: Bashir Mohamed Mohamud; aka.: Bashir Mohamed Mohamoud; aka.: Bashir Yare; aka.: Bashir Qorgab; aka.: Gure Gap; aka.: "Abu Muscab"; aka.: "Qorgab"; DOB: circa 1979-1982; alt. DOB: 1982; Nationality: Somali; Location: Mogadishu, Somalia
7.
Mohamed Sa'id
aka.: "Atom"; aka.: Mohamed Sa'id Atom; aka.: Mohamed Siad Atom; DOB: circa 1966; POB: Galgala, Somalia; Location: Galgala, Somalia; alt. Location: Badhan, Somalia
8.
Fares Mohammed Mana'a
aka.: Faris Mana'a; aka.: Fares Mohammed Manaa; DOB: February 8, 1965; POB: Sadah, Yemen; Passport No.: 00514146; Place of Issue: Sanaa, Yemen; ID Card No.: 1417576; Place of Issue: Al-Amana, Yemen; Date of Issue: January 7, 1996
9.
Hassan Mahat Omar
aka.: Hassaan Hussein Adam; aka.: Hassane Mahad Omar; aka.: Xassaan Xuseen Adan; aka.: Asan Mahad Cumar; aka.: Abu Salman; aka.: Abu Salmaan; aka.: Sheikh Hassaan Hussein; DOB: 10 April 1979; POB: Garissa, Kenya; Nationality: Possibly Ethiopian; Passport: A1180173 (Kenya), exp. 20 Aug 2017; National ID Card: 23446085; Location: Nairobi, Kenya
Hassan Mahat Omar is engaging in acts that threaten the peace, security or stability of Somalia. He is an Imam and one of the leaders of Masjid-ul-Axmar, an informal Al-Shabaab affiliated centre in Nairobi. He is also involved in recruiting new members and soliciting funds for Al-Shabaab, including online at the Al-Shabaab affiliated website alqimmah.net.
In addition, he has issued fatwas calling for attacks against the TFG on an Al-Shabaab chat room site.
10.
Omar Hammami
aka.: Abu Maansuur Al-Amriki; aka.: Abu Mansour Al-Amriki; aka.: Abu Mansuur Al-Amriki; aka.: Umar Hammami; aka.: Abu Mansur Al-Amriki; DOB: 6 May 1984; POB: Alabama, United States; Nationality: United States. Also believed to hold Syrian nationality; Passport: 403062567 (US); Social Security Number: 423-31-3021 (US); Location: Somalia; Married to a Somali woman; Lived in Egypt in 2005 and moved to Somalia in 2009
Omar Hammami is engaging in acts that threaten the peace, security or stability of Somalia. He is a senior member of Al-Shabaab. He is involved in recruitment, finance and payroll for foreign fighters in Somalia. He is described as an expert in explosives and warfare in general. Since October 2007 he has appeared in television reports and in Al-Shabaab propaganda videos. He has been shown in a video training Al-Shabaab fighters. He has also been shown in videos and on websites calling for more fighters to join Al-Shabaab.
11.
Ali Ahmed Nur Jim'ale
aka: Ahmed Ali Jim'ale, aka: Ahmad Nur Ali Jim'ale, aka: Sheikh Ahmed Jim'ale, aka: Ahmad Ali Jim'ale, aka: Shaykh Ahmed Nur Jim'ale; DOB: 1954; POB: Eilbur, Somalia; Nationality: Somalia; Alt. nationality: Djibouti; Passport: A0181988 (Somalia), exp. 23 January 2011; Location: Djibouti, Republic of Djibouti; Ali Ahmed Nur Jim'ale (Jim'ale) has served in leadership roles with the former Somali Council of Islamic Courts, also known as the Somali Islamic Courts Union, which was a radical-Islamist element. The most radical elements of the Somali Islamic Courts Union eventually formed the group known as al-Shabaab. Al-Shabaab was listed for targeted sanctions in April 2010 by the United Nations Security Council committee established pursuant to resolutions 751 (1992) and 1907 concerning Somalia and Eritrea (the "Somalia/Eritrea Sanctions Committee"). The Committee listed al-Shabaab for being an entity engaged in acts that directly or indirectly threaten the peace, security, or stability of Somalia, including but not limited to acts that pose a threat to Somali Transitional Federal Government. According to the July 18, 2011 report of the Somalia/Eritrea Sanctions Committee's Monitoring Group (S/2011/433), Jim'ale is identified as a prominent businessman and figure in the al-Shabaab charcoal-sugar trading cycle and benefitting from privileged relationships with al-Shabaab. Jim'ale is identified as one of al-Shabaab's chief financiers and is ideologically aligned with al-Shabaab. Jim'ale has provided key funding and political support for Hassan Dahir Aweys ("Aweys"), who was also listed by the Somalia/Eritrea Sanctions Committee. Former al-Shabaab Deputy Emir Muktar Robow reportedly continued to engage in political posturing within the al-Shabaab organization during the mid-2011. Robow engaged Aweys and Jim'ale in an effort to advance their shared objectives and consolidate their overall stance within the context of the al-Shabaab leadership rift. As of fall 2007, Jim'ale established a front company in Djibouti for extremist activities called the Investors Group. The short term goal of the group was, through the funding of extremist activities and weapons purchases, to destabilize Somaliland. The group assisted in smuggling small arms from Eritrea through Djibouti into the 5th region of Ethiopia where extremists received the shipment. As of mid-2008, Jim'ale continued to operate the Investors Group. As of late September 2010, Jim'ale established ZAAD, a mobile-to-mobile money transfer business and struck a deal with al-Shabaab to make money transfers more anonymous by eliminating the need to show identification. As of late 2009, Jim'ale had a known hawala fund where he collected zakat, which was provided to al-Shabaab. As of December 2011, unidentified donors from the Middle East were transferring money to Jim'ale, who in turn used financial intermediaries to send the money to al-Shabaab. In 2009, Jim'ale worked with other like minded individuals to undermine the Somali TFG by not participating in Somali reconciliation efforts. As of late 2011, Jim'ale actively supported al-Shabaab by offering free communications, use of vehicles, food aid and political advisement and set up fundraisers for al-Shabaab through various business groups.
12.
Aboud Rogo Mohammed
aka: Aboud Mohammad Rogo, aka: Aboud Seif Rogo, aka: Aboud Mohammed Rogo, aka: Sheikh Aboud Rogo, aka: Aboud Rogo Muhammad, aka: Aboud Rogo Mohamed; POB: Lamu Island, Kenya; DOB: 11 November 1960; Alt. DOB: 11 November 1967; Alt. DOB: 11 November 1969; Alt. DOB: 1 January 1969. Kenya-based extremist Aboud Rogo Mohammed has threatened the peace, security, or stability of Somalia, by providing financial, material, logistical, or technical support to al-Shabaab, an entity listed by the UNSC Committee established pursuant to resolution 751 (1992) concerning Somalia and resolution 1907 (2009) concerning Eritrea for engaging in acts that directly or indirectly threaten the peace, security, or stability of Somalia. Aboud Rogo Mohammed is an extremist Islamic cleric based in Kenya. He continues to exert influence over extremist groups in East Africa as part of his campaign to promote violence throughout East Africa. Aboud Rogo's activities include fundraising for al-Shabaab. As the main ideological leader of Al Hijra, formerly known as the Muslim Youth Center, Aboud Rogo Mohammed has used the extremist group as a pathway for radicalization and recruitment of principally Swahili speaking Africans for carrying out violent militant activity in Somalia. In a series of inspirational lectures between February 2009 and February 2012, Aboud repeatedly called for the violent rejection of the Somali peace process. During these lectures, Rogo repeatedly called for the use of violence against both the United Nations and the African Union Mission in Somalia (AMISOM) forces in Somalia, and urged his audiences to travel to Somalia to join al-Shabaab's fight against the Kenyan Government. Aboud Rogo Mohammed also offers guidance on how Kenyan recruits joining al-Shabaab can evade detection by the Kenyan authorities, and which routes to follow when travelling from Mombasa and/or Lamu to Al-Shabaab strongholds in Somalia, notably Kismayo. He has facilitated the travel to Somalia of numerous Kenyan recruits for al-Shabaab. In September 2011, Rogo was recruiting individuals in Mombasa, Kenya, for travel into Somalia, presumably to conduct terrorist operations. In September 2008, Rogo held a fundraising meeting in Mombasa to help finance al-Shabaab activities in Somalia.
13.
Abubaker Shariff Ahmed
aka: Makaburi, aka: Sheikh Abubakar Ahmed, aka: Abubaker Shariff Ahmed, aka: Abu Makaburi Shariff, aka: Abubaker Shariff, aka: Abubakar Ahmed; POB: Kenya; DOB: 1962; Alt. DOB: 1967; Address: Majengo area, Mombasa, Kenya. Abubaker Shariff Ahmed is a leading facilitator and recruiter of young Kenyan Muslims for violent militant activity in Somalia, and a close associate of Aboud Rogo. He provides material support to extremist groups in Kenya (and elsewhere in East Africa). Through his frequent trips to Al-Shabaab strongholds in Somalia, including Kismayo, he has been able to maintain strong ties with senior Al-Shabaab members. Abubaker Shariff Ahmed is also engaged in the mobilization and management of funding for Al-Shabaab, an entity listed by the UNSC Committee established pursuant to resolution 751 (1992) concerning Somalia and resolution 1907 (2009) concerning Eritrea for engaging in acts that directly or indirectly threaten the peace, security, or stability of Somalia. Abubaker Shariff Ahmed has preached at mosques in Mombasa that young men should travel to Somalia, commit extremist acts, fight for Al-Qaida, and kill US citizens. Abubaker Shariff Ahmed was arrested in late December 2010 by Kenyan authorities on suspicion of involvement in the bombing of a Nairobi bus terminal. Abubaker Shariff Ahmed is also a leader of a Kenya-based youth organization in Mombasa with ties to Al-Shabaab. As of 2010, Abubaker Shariff Ahmed acted as a recruiter and facilitator for Al-Shabaab in the Majengo area of Mombasa, Kenya.
B. Liste der Unternehmen und Organisationen
1.
AL-SHABAAB
aka.: AL-SHABAB; aka.: SHABAAB; aka.: THE YOUTH; aka.: MUJAHIDIN AL-SHABAAB MOVEMENT; aka.: MUJAHIDEEN YOUTH MOVEMENT; aka.: MUJAHIDIN YOUTH MOVEMENT; aka.: MYM; aka.: HARAKAT SHABAB AL-MUJAHIDIN; aka.: HIZBUL SHABAAB; aka.: HISB'UL SHABAAB; aka.: AL-SHABAAB AL-ISLAMIYA; aka.: YOUTH WING; aka.: AL-SHABAAB AL-ISLAAM; aka.: AL-SHABAAB AL-JIHAAD; aka: THE UNITY OF ISLAMIC YOUTH; aka.: HARAKAT AL-SHABAAB AL-MUJAAHIDIIN; aka.: HARAKATUL SHABAAB AL MUJAAHIDIIN; aka.: MUJAAHIDIIN YOUTH MOVEMENT; Location: Somalia

1   LR 946.21

2   Anhang abgeändert durch LGBl. 2010 Nr. 144, LGBl. 2010 Nr. 280, LGBl. 2011 Nr. 323, LGBl. 2012 Nr. 55, LGBl. 2012 Nr. 221, LGBl. 2012 Nr. 244 und LGBl. 2012 Nr. 280.